23.03.2026

Meine Top 10 Supplements

Meine Top 10 Supplements, basierend auf der Recherche für mein Buch "Vitaminkompass":

1) Ein moderat dosiertes (!) Multivitamin

Ein ausgewogenes Multivitamin kann als „Sicherheitsnetz“ dienen, um eventuelle Nährstofflücken auszugleichen. Nachweisbar viele positive Wirkungen, insbesondere im Alter, wo es das (nachlassende) Gedächtnis schützen kann. Eine neue Analyse in "Nature Medicine" hat sogar offenbart, dass ein Multivitamin den Alterungsprozess verlangsamen kann. Risiko: gering. (Für eine ungefähre Zusammensetzung, siehe folgenden Blogpost: https://www.vitaminkompass.com/blog/das-perfekte-multivitamin)

2) Vitamin D3

Untersuchungen belegen klar: Die meisten Deutschen leiden unter einem mehr oder weniger ausgeprägten Vitamin-D-Mangel. Ein Bluttest ist ideal, ansonsten lautet meine Pauschal-Empfehlung: 1000 bis 2000 Internationale Einheiten Vitamin D3 täglich, speziell im Winter. In dieser Dosierung sehr sicher.

3) Vitamin B12

Essenziell für Veganer und Vegetarier. Ein Bluttest ist ideal, ansonsten würde ich bis zu 25 Mikrogramm täglich empfehlen. Risiko: Raucher und Ex-Raucher sollten eine Supplementierung aufgrund eines möglicherweise erhöhten Lungenkrebsrisikos mit ihrem Arzt besprechen.

4) Lutein

Ein Pigmentstoff, der sich unter anderem in der Netzhaut vom Auge ansammelt und dort antioxidativ wirkt sowie Licht aus dem energiereichen, blauen Spektrum filtern kann. Schützt auf  diese (doppelte) Weise die Augen. Risiko bei einer Dosierungsgrößenordnung von 10 Milligramm täglich: sehr gering.

5) Zeaxanthin

Ein Verwandter von Lutein mit ähnlicher Wirkung. Dosierungsgrößenordnung: 2 Milligramm täglich. Risiko: sehr gering.

6) Kaliumsalz

„Kaliumsalz“ heißt zwar so, tatsächlich wird dabei aber nur ein kleiner Teil des üblichen Kochsalzes (das chemisch aus Natriumchlorid besteht) durch Kaliumchlorid ersetzt. Dies hilft nachweislich gegen Bluthochdruck. Sehr überzeugende Befunde hinsichtlich der gesundheitlichen Wirkung (gesenktes Herzkreislauf-Erkrankungsrisiko, gesenktes Sterberisiko). Patienten mit Nierenleiden (oder solche, die mit kaliumsparenden Diuretika behandelt werden) sollten vorher ihren Arzt konsultieren.

7) Magnesium

Magnesium ist ein äußerst kostbarer Mineralstoff, der die Muskeln, Gefäße und sogar das Gehirn zu entspannen vermag. Ratsam ist ein Supplementierungsmaximum von 250 Milligramm täglich. Kann eventuell auch den Schlaf etwas fördern. Risiko: sehr gering. Besonders bioverfügbare Verbindung: Magnesiummalat.

8) Kreatin

Verpasst den Muskeln und eventuell auch das Gehirn einen „Energieboost“. Übliche Dosierungsgrößenordnung: 3 bis 5 Gramm täglich. Risiko: sehr gering.

9) Omega-3

Omega-3 kann man in Form von fettreichen Fisch zu sich nehmen oder als Supplement, hier empfiehlt sich vor allem ein (schadstofffreies) Algenöl. Unterstützt die Gefäße, Augen und das Gehirn und wirkt auf gesunde Weise entzündungshemmend. Achtung: Ab einer Supplementierungsdosis von 1 Gramm und mehr täglich steigt das Risiko für eine Herzrhythmusstörung namens Vorhofflimmern.

10) Soja-Isoflavone

Isoflavone, die man unter anderem aus Sojabohnen gewinnen kann, haben chemisch eine ähnliche Struktur, wie die weiblichen Sexualhormone namens Östrogene und entfalten vermutlich ähnliche Wirkungen. Das heißt, dass sie vor allem für Frauen in und nach den Wechseljahren hilfreich sein können (der Rückgang der Östrogene geht oft mit diversen Beschwerden einher, von Hitzewallungen bis hin zu Knochenschwund, die mit Hilfe von Soja-Isoflavonen „abgefedert“ werden können). Am besten mit dem Arzt besprechen.